Abseits von diskutierten Hardware-Revisionen und der umstrittenen Preispolitik der letzten Monate wollen wir an dieser Stelle ein paar Spiele vorstellen, die wir so ziemlich jedem Apple-User wärmstens ans Herz legen möchten.

 

Card Crawl

Ein Solitäre, das sich als Dungeon Crawler verkleidet – oder andersrum? Im Moment ist das klassische Genre des Dungeon Crawlers durch starke Indie Titel wie Darkest Dungeon, Dead Cells oder Slay the Spire so populär wie schon seit Jahren nicht mehr. Ähnlich wie Slay the Spire versucht Card Crawl dabei hier, Mechaniken aus Sammelkartenspielen mit denen des Dungeon Crawlers zu verbinden. Ihr macht Euch in die Tiefen unterschiedlicher Verliese auf, um Monster zu bekämpfen und die Umgebung sicherer zu machen. Gegenstände, Ausrüstung und Angriffsarten werden dabei in der Form von Karten ausgespielt. Die einzelnen Trips dauern dabei nie besonders lange, für Abwechslung sorgen aber nicht nur die täglichen Quests und Herausforderungen, sondern auch die unterschiedlichen Gegnertypen und Combos, mit denen ihr die Effekte einzelner Karten synergistisch verstärken könnt (Tipp: Fortify+Bounty+Mirror ist saustark!).

The Room Three

Habt Ihr schonmal einen Escape oder Exit Room gespielt? Dann wisst Ihr, was bei The Room Three zu erwarten ist. Ihr müsst hier zahlreiche Puzzles lösen und Rätsel knacken, um aus einem Raum zu entfliehen, in dem ihr eingesperrt wurdet. Die beiden Vorgänger, stimmig The Room One und The Room Two genannt, hatten zuvor schon zurecht die Latte für Spiele dieser Art recht hochgelegt. Mit dem dritten Teil findet die vermeintliche Trilogie für den Moment erst einmal ihren gebührenden Abschluss.

Edge

In Edge kontrolliert Ihr einen bunten Würfel, den ihr durch isometrische Landschaften navigieren müsst um zum Ziel zu gelangen. Ähnlich wie beim Klassiker Marble Madness Dabei sind die Maps selbst oft im Weg und Ihr werdet mehrere Anläufe benötigen, um die Levels zu schaffen. Für Könner und solche, die es noch werden wollen, gibt es auch noch einen Speed-Modus, indem es darum geht, die Levels so schnell wir möglich abzuschließen. Einen Nachfolger gibt es dabei auch schon auf iTunes, wir empfehlen aber dennoch, sich zuerst mit dem Original vertraut zu machen.

Nach einigen Jahren der relativen Dürre gibt es seit einigen Jahren wieder abwechslungsreiche Spiele quer durch alle Genres. Neben Klassikern wie Marvel Puzzle Quest sind inzwischen auch die namhaftesten Publisher wie Nintendo auf den Zug aufgesprungen. Dabei sind es nicht Eintagsfliegen wie Pokemon Go, die für einen steten Zufluss an Spielerzahlen sorgen, sondern Franchises, die einst streng und steinern mit Konsolen verbunden waren. Fire Emblem zum Beispiel gibt es seit knapp 30 Jahren – das erste Spiel des Franchises erschien einst 1990 für den NES – und nun auch endlich für Mobilgeräte. Fire Emblem Heroes erlaubt es Spielern, ihre Lieblingshelden nicht nur aufzustufen, sondern auch mit unterschiedlichen Attributen zu versehen und sie damit Schlacht um Schlacht bestreiten zu lassen. Der Langzeitspielspaß wird dabei durch zahlreiche, saisonale Events, wunderschöne Grafiken und den für diese Art von Spielen so bekannten „Sammlereffekt“ garantiert.

 

 

Mit der steigenden Qualität von Spielen für iPhones, zog auch die Qualität von Online Spielautomaten und Online Casinos stark an. Hier ist vor allem die Entwicklung Richtung virtueller Währung erfreulich, was sicherlich aber auch durch neue Gesetzgebungen innerhalb der EU veranlasst wurde.

7 Billion Humans

Ein Spiel, mit dem man schnell Stunden am Stück verbringt ohne auch nur eine Minute davon zu bereuen. In 7 Billion Humans verfügt Ihr über eine Masse von Menschen, die um jeden Preis produktiv sein wollen. Als Roboter reagiert Ihr auf diese Entwicklung auf die einzige Art, die Ihr kennt: Ihr programmiert sie!
Als Spieler könnt Ihr nun in mehreren Levels Eure Menschen mit unterschiedlichen Routinen versehen und so die einzelnen Spielziele erfüllen. Dabei kommen Prinzipien und Logik aus echten Programmiersprachen zur Anwendung, die per Drag & Drop in den Editor eingefügt werden können und so teilweise richtig komplexe Probleme elegant lösen können. Das Spiel eignet sich damit nicht nur für alle, die schon lange den Wunsch hegen, ein bisschen „ins Programmieren reinzuschnuppern“, sondern durchaus auch für Jugendliche, da sie auf diese Weise unterhaltsam ihre Logik- und Problemlösungskompetenzen schulen können.

The Bug Butcher

Fans von Klassikern wie Space Invaders oder Pang kommen bei Bug Butcher voll auf ihre Kosten. Hier steuert Ihr einen Soldaten auf seinem Posten innerhalb einer Raumstation. Neben Wachablöse sind wohl auch Begriffe wie PTSD ein Fremdwort für den armen Kerl, denn er muss sich nun, mit Eurer Hilfe, durch zahlreiche Levels kämpfen und allerlei Aliens von der Decke schießen. Dabei verhalten sich die Gegnertypen allesamt sehr unterschiedlich, was den Reflexen und der Koordinationsgabe der Spieler einiges abverlangt. Sobald sich dann auch noch freundliche NPCs von Aliens entführen lassen, wird es dann richtig chaotisch auf dem Bildschirm. Das Spiel wirkt dabei dank seiner Grafik extrem hochwertig, einzig bei den Kontrollmöglichkeiten wird klar, dass die Entwickler sich von klassischen Eingabegeräten wie Gamepad oder Joystick zu wenig trennen konnten. Auf iPads wirkt das gute Stück nahezu unspielbar, sofern man auch nur über durchschnittlich große Daumen verfügt.