Heute wollen wir uns einer News widmen, die nicht nur in Österreich Schlagzeilen gemacht hat, wo sie eigentlich her kommt. Auch wir in Deutschland diskutieren heftig über eine sogenannte Digitalsteuer, die große Internet Unternehmen fairer besteuern würde. Wir fassen für euch zusammen, was Österreich hierzu gerade beschlossen hat.

Die schwarz-blaue Regierung unter Kanzler Kurz und Vizekanzler Strache hat in Österreich heute die Einführung einer Digitalsteuer beschlossen. Sebastian Kurz von der ÖVP bezeichnet diesen Alleingang Österreichs als einen „Schritt in Richtung mehr Gerechtigkeit“.

Die Details

Doch um was genau geht es denn hier? Vor allem geht es um die Besteuerung von Werbegewinnen sowie die Offenlegung von gewissen Daten. Etwa Werbegewinne in Milliardenhöhe der großen Konzerne wie Facebook und Google sind hier mit einer Steuer von 5% neuerdings ab 2020 betroffen. Auch Plattformen wie AirBnB werden gleicher gestellt mit der offline Hotelszene, in dem sie Buchungen offen legen sowie die gleichen Steuern bezahlen müssen, wie Gastronome, die zum Beispiel ein echtes Hotel auf dem Land besitzen.

Betreffen soll es jedoch nur die größten Unternehmen Österreichs bzw. der Welt. Die Schwelle von 750 Millionen Euro Jahresumsatz weltweit muss nämlich überschritten werden, um überhaupt ins Visier der neuen Steuerregelungen zu kommen. Startups, Blogs oder viele weitere mittelständische Unternehmen müssen sich hiervor also nicht fürchten.

Fazit

Jeder Schritt in die Richtung „Steuern auch für Großkonzerne“ ist ein guter Schritt. Die Apples, Googles und Facebooks dieser Welt bezahlen ohnehin schon viel zu wenig Steuern, sodass man gerade im Tech Bereich und Internet Bereich, zu der Branche sich ja die meisten der größten Unternehmen der Welt, hinzuzählen können, einen tollen Ansatz machen kann. Mehr Gleichberechtigung im Vergleich zu offline Unternehmen bringt das allenfalls.

Toll wäre, wenn sich mehrere Länder Österreich in dieser Sache anschließend würden und eine Digitalsteuer in dieser Form überlegen würden. Eine EU-Regelung dazu ist ja bekanntlich gescheitert. Doch einzelne Länder können immer noch nachziehen.