Soundsysteme: Toller Klang, schickes Design

Panasonic SC-AP01EG-K

Ultraflachmann: Panasonics AirPlay-Soundsystem mit dem kryptisch anmutenden Namen SC-AP01EG-K (www.panasonic.de) ist mit seinen Ab­messungen von 43 x 5,9 x 12,8 cm äußerst flach. Eine „klare, dynamische Stimm­wiedergabe dank hochwertiger Laut­­sprecher­­materialien“ verspricht der Hersteller dem interessierten iPhone- und iPad-Nutzer. Die Ausgangs­leistung ist mit 10 Watt nicht sonderlich hoch. Die Bedienung des rund 150 Euro teuren Sound­systems erfolgt über eine iOS-App des Herstellers. (Foto: Panasonic)

Einfach mal wieder richtig Musik hören – genau die Songs, die Ihnen am besten gefallen. Mit dem passenden Soundsystem brauchen Sie dabei keine Kompromisse einzugehen, egal ob die Musik von Ihrem iPhone stammt oder via Streaming-Dienst zugespielt wird. Dafür bieten sich viele Möglichkeiten, denn das Spektrum reicht von einfachen Funkboxen bis hin zu schwergewichtigen All-in-One-Modellen. Bei stationären Soundsystemen gilt: Sind Sie bereit, mehr auszugeben, dürfen Sie in der Klasse ab etwa 350 Euro erstklassige Klangeigenschaften mit punktgenau definierten Mitten und kräftigem Bassbett erwarten.

 

Mehr Sound – mehr Gehäuse

Guter Sound braucht Platz. Hochwertige Musiksysteme für das iPhone und iPad setzen daher eine gewisse Gehäusegröße voraus. Im Inneren der Boxen stecken meist mehrere in unterschiedliche Richtungen abstrahlende Lautsprechermodule (Treiber). Ein digitaler Signalprozessor optimiert die Audiosignale passend zu den Treibern. Kabel fürs Musikvergnügen brauchen nicht verlegt zu werden, denn mit Signalen versorgt werden die Aktivlautsprecher drahtlos über AirPlay oder Bluetooth. Beide konkurrierende Verfahren gestatten im Zusammenspiel mit iOS eine kinderleichte kabellose Musikübermittlung, unterscheiden sich jedoch in Reichweite und Klang.

 

Bowers & Wilkins Zeppelin Wireless

Der Streaming-Designklassiker: WLAN, AirPlay, Bluetooth mit AptX, Spotify Connect und ein LAN-Anschluss: Damit deckt das Zeppelin Wireless von Bowers & Wilkins (www.bowers-wilkins.de, rund 700 Euro) alle Wiedergabe- und Streaming-Szenarien rund um iPhone & iPad, PCs und Macs ab. Optisch sieht das neu aufgelegte Zeppelin-Modell durch die dezent dunkel gestaltete Rückpartie noch schicker als das Urmodell aus. Die Verarbeitung ist hervorragend. Mit seinen eindrucksvollen Abmessungen fühlt sich das Zeppelin Wireless im Wohn- und Schlafzimmer, Arbeits­räumen und Büros am wohlsten und besitzt auch für große Räume genügend Power. Neu aus der CM-Laut­sprecher­serie übernommen hat B&W dazu die beiden 25-mm-Hochtöner mit doppellagiger Aluminiumkalotte. Dazu kommen zwei 90-mm-Mitteltöner und ein dicker 150-mm-Tieftöner. Beein­druckend ist die präzise Klang­wiedergabe, die bereits bei moderater Laut­stärke das gesamte Spektrum abdeckt. Die Bedienung ist bequem über das Handy oder jedes weitere Quellgerät möglich. Bowers & Wilkins bietet zudem eine kostenlose Control-App zur kinderleichten Einrichtung, Produkt­registrierung und Steuerung an. (Foto: Bowers & Wilkins)

AirPlay stammt von Apple und setzt auf das WLAN auf. Dementsprechend erfordert ein Soundsystem mit AirPlay stets ein WLAN-Funknetzwerk. Bei AirPlay wird Musik verlustfrei in CD-Qualität übertragen – ein dicker Pluspunkt gegenüber Bluetooth, das bei der Zuspielung vom iPhone oder iPad Audiodaten verlustbehaftet übermittelt, sodass die Tonqualität etwas schlechter ist.

Die Hersteller von Soundsystemen kompensieren den Qualitätsnachteil bei Bluetooth ihrerseits durch die Erweiterung AptX und AAC, um CD-Qualität bei der Bluetooth-Übertragung zu erreichen. Bislang zieht Apple allerdings nicht mit, sodass derzeit mit iOS-Geräten keine verlustfreie Bluetooth-Musikübertragung möglich ist.

Bluetooth funktioniert unabhängig von einem WLAN – ein Vorteil gegenüber Apples AirPlay. Der Knackpunkt bei stationären Soundsysteme ist jedoch die Reichweite: Bei freier Sicht sind bis zu 20 Meter drin. Wände und Möbel können den Bluetooth-Radius im Einzelfall aber deutlich verringern.

 

Klangqualität

Für die Klanggüte sind neben den verwendeten Lautsprechermodulen und der Gehäusegröße die Musik- oder Ausgangsleistung in Watt und der Frequenzbereich in Hertz (Hz) relevant. Die Wattangabe besagt, wie viel Leistung, der im Funklautsprecher eingebaute Verstärker maximal abgibt, allerdings nennen die Hersteller oft nur die reine Musikleistung. Der Frequenzbereich beschreibt das Spektrum an Frequenzen, das der Lautsprecher wiedergeben kann.

Geneva Model XL Wireless DAB+

Das Multitalent: Geneva (www.genevalab.com) ist Hersteller von Soundsystemen, die durch ihre Kastenoptik auffallen. Das Model XL Wireless DAB+ ist ein stattlicher Alleskönner: Das 35 Kilogramm schwere Gerät mit Holzgehäuse bietet Bluetooth mit AptX und AAC, einen CD-Player, Radioempfang via UKW- und DAB+-Tuner und einen Wecker. Verbaut sind sechs Digitalverstärker nebst sechs Treibern, die es auf eine angegebene Musikausgangsleistung von 346 Watt bringen. Rund 2.500 Euro muss man dafür anlegen – der Standfuß kostet weitere 300 Euro. (Foto: Geneva)

Vergleichen Sie die für Sie in Frage kommenden Soundsysteme, indem Sie die jeweiligen technischen Eckdaten sowie die weitere Ausstattung gegenüberstellen. Hierzu zählen etwa der Direktzugriff auf die Musikdienste Spotify, Deezer und Apple Music, die Wiedergabe von Internetradios ohne Umweg über das iPhone und Multiroom-Funktionen, sofern Letztere für Sie relevant sind. Für die Wiedergabe von PCs, Macs und NAS-Speichergeräten muss das System UPnP (Universal Plug and Play) und DLNA (Digital Network Living Standard) unterstützen. Hinter diesen Kürzeln verbergen sich Streaming-Standards für das Heimnetzwerk.

Weitere wichtige Auswahlkriterien für drahtlose Soundsysteme sind das Design sowie die Bedienung am Gerät und über die korrespondierende App. Auch wenn es nicht ratsam ist, primär nach optischen Gesichtspunkten zu entscheiden, spielt das Aussehen des Soundsystems doch eine große Rolle. Schließlich prägt es den Raum, in dem es zum Einsatz kommen soll.

 

Galerie: Soundsysteme für zu Hause

Spielt auf Knopfdruck

Philips (www.philips.de) schickt mit dem Izzy BM50 einen stationären Funklautsprecher ins Rennen, der sich im Mehrraumbetrieb ohne WLAN-Router koppeln lässt. Es gibt eine LED-Anzeige für die Signalstärke der Lautsprechereinheiten, bis zu fünf davon lassen sich für Multiroom koppeln. Bluetooth stellt den Kontakt zwischen dem iPhone und dem Gerät her. Ein Tipper auf die Group-Taste an der Philips-Box genügt dann, um die raumübergreifende Synchronwiederabe einzuschalten. Rund 280 Euro kostet der Izzy BM50.

Musikalische Leiste

Die schlanke Sonos Playbar (www.sonos.de, rund 800 Euro) ist im Unterschied zu herkömmlichen Soundbars nicht primär auf die Verbesserung des TV-Sounds ausgerichtet. Vielmehr ist sie eine Strea­ming-Klangleiste für die Musikwiedergabe, die alleine oder in Koexistenz mit anderen Sonos-Multiroom-Aktivlautsprechern betrieben wird. Nebenbei hilft sie auch einem müde klingenden Fernseher auf die Sprünge. Man ist beim Abspielen von Musik aber stets auf die Sonos-App angewiesen, andere Apps werden nicht unterstützt.

Der Streaming-Designklassiker

WLAN, AirPlay, Bluetooth mit AptX, Spotify Connect und ein LAN-Anschluss: Damit deckt das Zeppelin Wireless von Bowers & Wilkins (www.bowers-wilkins.de, rund 700 Euro) alle Wiedergabe- und Streaming-Szenarien rund um iPhone & iPad, PCs und Macs ab. Optisch sieht das neu aufgelegte Zeppelin-Modell durch die dezent dunkel gestaltete Rückpartie noch schicker als das Urmodell aus. Die Verarbeitung ist hervorragend. Mit seinen eindrucksvollen Abmessungen fühlt sich das Zeppelin Wireless im Wohn- und Schlafzimmer, Arbeitsräumen und Büros am wohlsten und besitzt auch für große Räume genügend Power. Neu aus der CM-Lautsprecherserie übernommen hat B&W dazu die beiden 25-mm-Hochtöner mit doppellagiger Aluminiumkalotte. Dazu kommen zwei 90-mm-Mitteltöner und ein dicker 150-mm-Tieftöner. Beeindruckend ist die präzise Klangwiedergabe, die bereits bei moderater Lautstärke das gesamte Spektrum abdeckt. Weiter aufgedreht zeigt sich das volle Potenzial der Soundstation. Die Bedienung ist bequem über das Handy oder jedes weitere Quellgerät möglich. Bowers & Wilkins bietet zudem eine kostenlose Control-App zur kinderleichten Einrichtung, Produktregistrierung und Steuerung an.

Ultraflachmann

Panasonics AirPlay-Soundsystem mit dem kryptisch anmutenden Namen SC-AP01EG-K (www.panasonic.de) ist mit seinen Abmessungen von 43 x 5,9 x 12,8 cm äußerst flach. Eine „klare, dynamische Stimmwiedergabe dank hochwertiger Lautsprechermaterialien“ verspricht der Hersteller dem interessierten iPhone- und iPad-Nutzer. Die Ausgangsleistung ist mit 10 Watt nicht sonderlich hoch. Die Bedienung des rund 150 Euro teuren Soundsystems erfolgt über eine iOS-App des Herstellers.

Das Multitalent

Geneva (www.genevalab.com) ist Hersteller von Soundsystemen, die durch ihre Kastenoptik auffallen. Das Model XL Wireless DAB+ ist ein stattlicher Alleskönner: Das 35 Kilogramm schwere Gerät mit Holzgehäuse bietet Bluetooth mit AptX und AAC, einen CD-Player, Radioempfang via UKW- und DAB+-Tuner und einen Wecker. Verbaut sind sechs Digitalverstärker nebst sechs Treibern, die es auf eine angegebene Musikausgangsleistung von 346 Watt bringen. Rund 2.500 Euro muss man dafür anlegen – der Standfuß kostet weitere 300 Euro.

Großraumspieler

Der Heos 7 ist das explizit auch für große Räume konzipierte Flaggschiff der kabellosen Multiroom-Lautsprecher von Denon (www.denon.de, rund 600 Euro). Mit fünf Treibern spielt er Musik von kabellosen Quellen im Netzwerk wie dem iPhone ebenso ab, wie die Titel eines via USB verbundenen Speichermediums. Auch per LAN-Kabel kann das Gerät angeschlossen werden. Spotify, Deezer und Napster werden direkt unterstützt. Interessantes Detail: Neben einem 3,5 mm-Klinkeneingang ist auch ein 3,5-mm-Kopfhörerausgang vorhanden.
2017-12-18T22:36:55+00:00Mittwoch, 18. Mai 2016|
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